Tolle Knolle: Saisonstart für Pfälzer Grumbeere


Pfälzer Grumbeere

Am 18. Juni startet sie offiziell, die Saison der Pfälzer Grumbeere, der Frühkartoffel, die wegen ihres Geschmacks und der zarten Schale als besondere Delikatesse geschätzt wird. Bis zu 100.000 Tonnen werden jährlich geerntet, die Haupterntezeit beginnt ab etwa 20. Juni, ab dann werden täglich schätzungsweise bis zu 3500 Tonnen vom Acker geholt. Sie stammen aus kontrolliertem Vertragsanbau der Pfälzischen Früh-, Speise und Veredelungskartoffel-Erzeugergemeinschaft, in der 280 Landwirte der Region zusammengeschlossen sind und die als qualitativ hochwertige Ware „Pfälzer Grumbeere“ auf den Markt kommen.

Kartoffeln sind echte Kraftpakete

Die Vereinigung unterstreicht, welche Kraftpakete die Kartoffeln sind. Sie stärken das Immunsystem, enthalten viel Kohlenhydrate und wertvolle weitere Inhaltsstoffe wie Eiweiß, Ballast- oder Mineralstoffe. Dafür aber wenig Fett, gekochte Kartoffeln enthalten nur 70 Kilokalorien je 100 Gramm. Und sie werden als Zitrone des Nordens bezeichnet, gelten sie doch als wichtiger Vitamin-C-Lieferant und sie besitzen auch die Vitamine B1, B2 und B6. Diese sitzen unter der Schale, weswegen empfohlen wird, die Grumbeere im Ganzen zu kochen und die Schale nur dünn abzuziehen.

Pfälzer Grumnbeere haben bis Oktober Saison

Bis in den Oktober hinein haben die Pfälzer Grumbeere Saison. Die frühen eignen sich nach Auskunft der Erzeugergemeinschaft nicht zum Einlagern, mittlere und spätere Sorten dagegen schon. Kühl und dunkel sollte es dafür sein, in einem Raum, der gut belüftet ist.

Etwa ein halbes Jahr dann können sie aufbewahrt werden. Einfrieren sollte man rohe Kartoffeln übrigens nicht, da sie dann ihren Geschmack verändern. Weitere Informationen rund um
die Pfälzer Grumbeere, Rezepte und mehr gibt es im Netz unter Pfaelzer-Grumbeere.de (red)

„Kartoffeln kreativ“

von Inga Pfannebecker

Gräfe und Unzer

64 Seiten mit 65 Fotos

9,99 Euro

Unser Fazit:
Vegan waren Kartoffeln schon immer, vegetarisch und deftig natürlich auch. Was man daraus alles zaubern kann, zeigt der kreative Küchenratgeber von Inga Pfannebecker, der bei Gräfe und Unzer erschienen ist. Ob solo oder zu Fleisch, aus Topf, Pfanne oder Ofen – Kartoffeln zeigen sich als wandlungsfähige und geschmackvolle Knollen. Kross, cremig oder als Kloß, die Rezepte eignen sich für Anfänger wie Profis. Die Rezepte aus aller Welt: Indische Kartoffelbratlinge, orientalischer Eintopf, Kartoffelgulasch mit Chorizo oder Schweizer Rösti – die Zubereitungstipps sind vielfältig. Auch süße Varianten finden sich in dem Buch. (red)

Rezept

Zanderfilet mit Kartoffelschuppen auf Beluga-Linsen von Spitzenkoch Manfred Schwarz

Zutaten für vier Personen:
4 Zanderfilets à 120 g,
250 g gekochte Beluga-Linsen,
2-3 frische „Pfälzer Grumbeere“,
3 EL Schalotten, in feine Würfel geschnitten;
Für die „Beurre rouge“:
1/4 l Portwein (rot),
1/4 l kräftiger Rotwein
1/8 l Fischfond,
zum Abschmecken:
alter süßer Balsamico-Essig,
frischer Schnittlauch, Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Etwa 1 EL Schalotten mit etwas Butter im Topf anschwitzen. Sobald die Schalotten glasig sind, die Beluga-Linsen und etwas Wasser dazugeben und etwa 10 bis 15 Minuten kochen. Eventuell etwas mehr Wasser dazugeben, bis die Linsen „al dente“ sind. Für die „Beurre rouge“ in einem weiteren Topf die restlichen Schalotten mit etwas Butter glasig werden lassen. Nacheinander mit dem Rot- und Portwein sowie dem Fischfond ablöschen und reduzieren. Schrittweise die restliche kalte Butter in Scheiben einrühren, bis die Sauce homogen ist. Vom Herd nehmen und mit dem Balsamico-Essig, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Zanderfilets waschen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Frische „Pfälzer Grumbeere“ schälen und in hauchdünne Scheiben schneiden. Mit einem Backförmchen die Schuppen ausstechen. Jeweils eine Seite der Zanderfilets leicht überlappend mit einer Lage „Grumbeere-Schuppen“ belegen und dann mit geklärter Butter bestreichen. Damit die Schuppen gut halten, einfach für kurze Zeit in den Kühlschrank geben. Die Zanderfilets mit der Schuppenseite zuerst in die Pfanne geben, mit wenig Öl und bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun anbraten. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Die fertig gegarten Beluga-Linsen in der Mitte des Tellers anrichten, darauf das Zanderfilet mit den „Pfälzer Grumbeere-Schuppen“ platzieren. Darum herum vorsichtig die „Beurre rouge“ angießen und mit dem fein geschnittenen Schnittlauch garnieren.