Von der Mecklenburgischen Seenplatte in die Pfalz – für Silvio Lange war das ein Weg mit vielen Stationen. Ausgebildet wurde er im Müritz-Hotel Klink, von dem es ihn bald in diverse Sterneküchen fortzog. Sein Wissen erweiterte er etwa im Berliner Restaurant Alt Luxemburg, im Gasthaus zur Kanne in Deidesheim oder im Schloss Ebertstein in Gernsbach. Im Jahr 2006 verschlug es ihn und seine Frau Bettina Kissling-Lange, die ebenfalls ausgebildete Köchin ist, schließlich erstmalig nach Neuleiningen in die Alte Pfarrey, wo das Ehepaar zwei Jahre später einen Michelin-Stern erkochte. 2013 ging es noch einmal für zwei Jahre in den Norden. Dort erreichte Lange im Wolfsburger Restaurant Saphir ebenfalls einen Stern. Seit 2015 ist das Ehepaar zurück im historischen Dorf Neuleiningen, wo es sich dafür entschied, die Alte Pfarrey als Nachfolger von Kathrin Jentzer zu pachten. Dort verwöhnen sie nun die Gäste mit Haute Cuisine aus fein ausgewählten Zutaten und besten Pfälzer Weinen.

Herr Lange, wenn Sie einmal privat kochen, was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch?
Zu Hause mache ich am liebsten Fisch mit guter Pasta. Das koche ich auch gerne einmal für Freunde. Es darf privat also ruhig unkompliziert sein.

Sie haben sich einen Michelin-Stern auf den Arm tätowieren lassen – wie viel bedeutet Ihnen die Auszeichnung?
Die Auszeichnung bedeutet mir viel, wir haben den Stern ja schon seit 2008. Die Tätowierung hat für mich aber keine so große Bedeutung. Mein ganzer Arm ist mit Tattoos bedeckt und der Stern hat noch gut in eine Lücke gepasst.

Was ist ihr Ausgleich zum stressigen Berufsalltag?
Ich fahre gerne Rennrad. Außerdem haben wir eine kleine französische Bulldogge, mit der ich gerne spazieren gehe.

Können Sie noch unvoreingenommen essen gehen?
Ja, da bin ich ganz unvoreingenommen. Die Hauptsache für mich ist, dass die Qualität und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen.

 

Alte Pfarrey in Neuleiningen

In der 22. Ausgabe des espresso-Magazins verraten uns 14 Sterneköchen wie Silvio Lange ihre Hobbies und was bei ihnen auf den Tisch kommt. Auch in der neuen 23. Ausgabe des espresso kommen wieder Genuss-Menschen zu Wort, unter anderem die aktuellen Weinköniginnen aus der Region sowie Spitzenköche wie Johann Lafer und Alexander Herrmann.
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Weitere Genuss-Menschen kommen hier zu Wort.