„Salate der Superlative“: Bedenkenlos schlemmen


Salat

Nein, Salate sind nicht nur was Leckeres für Hasen und Kaninchen. Wobei man sein Hauskaninchen sowieso nicht mit Salat, sondern besser artgerecht mit Wildpflanzen, Gräsern und Rinden füttern sollte. Salate sind eine unerschöpfliche Vitalquelle, stecken voller Vitamin C und E, Eisen, Folsäure und wichtigen Antioxidantien, schmecken lecker, sind kalorienarm – und erlauben somit Schlemmen ohne schlechtes Gewissen!

Obwohl so mancher Lebensmittelchemiker dem Salat die „Ernährungsphysiologie eines Papiertaschentuchs mit einem Glas stillen Wasser“ bescheinigt: Nach einer Studie der University of California/Los Angeles UCLA und der Louisiana State University LSU, die die Daten von 17.500 Männern und Frauen zwischen 18 und 45 Jahren sowie ab 55 Jahren und älter auswertete, haben Rohkostliebhaber eine deutlich bessere Gesundheit als Menschen, die keinen Salat essen. Denn im Blutbild der Probanden wurden umso mehr Vitamin C, Folsäure, Vitamin E, Lycopin und Betacarotin gefunden, je mehr Salat und rohes Gemüse gegessen wurde.

Salate sind das gesündeste, was wir essen können

Und auch wenn es nach der Ernährungsmedizinerin Dr. Anne Fleck geht, sind Salate das gesündeste, was wir essen können. Deshalb hat die Fachärztin für innere Medizin und Rheumatologie sowie Expertin für Präventiv- und Ernährungsmedizin (die einem breiteren Publikum bekannt sein dürfte aus der TV-Sendung „Die Ernährungs-Docs“ des NDR) zusammen mit Kochbuch-Autorin Bettina Matthaei „Salate der Superlative – Die coolsten, simpelsten, gesündesten, feinsten, schnellsten, berühmtesten, deftigsten“ geschrieben. Und dabei sparen die beiden, wie man an der siebenteiligen Rubriken-Einteilung erkennen kann, tatsächlich nicht an Superlativen. Über 80 Salatrezepte sowie über 70 Dressing-Varianten zeigen, welche Abwechslung man in die Salatschüssel bringen kann.

Die im Buch gelisteten Rezepte sind vielfältig und facettenreich

Ob für Gourmets (mit Jakobsmuscheln), für Fleischesser (mit Beef-Tataki), Vegetarier (mit Büffelmozzarella und Walnüssen) oder Veganer (Ingwer-Gurken-Sorbet und Gurken-Apfel-Salat): Die bunte Rezeptsammlung zeichnet sich durch Vielfalt und Facettenreichtum aus. Jedes Rezept wird großformatig mit kurzen, präzisen Texten auf einer Doppelseite vorgestellt. Dazu kommen Zeit- und Nährwertangaben sowie Rezept-Upgrades (zum Beispiel geröstete Brioche mit Grapefruitbutter zu den Jakobsmuscheln). Über einen Online-Mengenrechner lassen sich unter anderem Einkaufszettel erstellen sowie die Rezepte, die jeweils für zwei Personen ausgelegt sind, anpassen und per E-Mail aufs Handy schicken. (cro)

Weitere Buch-Tipps gibt es übrigens hier.

Salate

Bowl mit Süßkartoffeln, roten Karamellzwiebeln und Roastbeef. (Foto: Hubertus Schüler)

„Salate der Superlative – Die coolsten, simpelsten, gesündesten, feinsten, schnellsten, berühmtesten, deftigsten“

von Dr. med. Anne Fleck und Bettina Matthaei

Becker Joest Volk Verlag, Hilden 2021,

240 Seiten mit 135 Fotos,

29,95 Euro

Pfirsich und Cheddar auf Eichblattsalat. (Foto: Hubertus Schüler)