One Pot & Co.: Einfach alles in einen Topf werfen


One Pot

Fertiggerichte aus dem Supermarkt sind nicht von ungefähr beliebter denn je – und das gilt längst nicht nur für die berühmte Tiefkühl-Pizza. Tüte aufreißen und ab in die Pfanne oder in den Backofen. Fertig. Geschuldet ist der Trend vermutlich aber gar nicht etwa der Tatsache, dass niemand mehr kochen kann. Vielmehr spielt der Zeitaufwand fürs Kochen die Hauptrolle bei der Entscheidung, den vor allem Berufstätige oft scheuen. Andererseits hat sich herumgesprochen, dass Selberkochen meist gesünder ist. So sind Zubereitungsarten, die Zeit sparen und doch ermöglichen, frische selbstgekochte Gerichte auf den Tisch zu bringen, gefragt.

One Pot bedeutet mehr als einfach nur Eintopf

Seine Renaissance feiert aus diesem Grund seit einiger Zeit der klassische Eintopf. Die moderne Küche hat die Idee aber durchaus aufzupeppen gewusst. Und so geht inzwischen der Begriff One Pot im Gegensatz zur wörtlichen Übersetzung „Eintopf“ meist über die Vorstellung von ebenso deftigen wie steifen Kartoffel-, Erbsen- und Linsensuppen hinaus und reicht bis hin zu mediterranen Risottos und One-Pot-Pasta mit knackigem Gemüse, für die es inzwischen in den einschlägigen Internet-Foren ungezählte Rezepte gibt. Die Idee dahinter: Gemüse, Fleisch, Fisch sowie Nudeln, Reis oder Kartoffeln zusammen in einem Topf garen, was die Zubereitung einfacher macht und Geschirr spart. Letzteres steigert die Beliebtheit von One-Pot-Gerichten auch in Studenten-Haushalten ohne Spülmaschine.

Die sättigenden Suppen nach Omas Art spielen in der One-Pot-Fangemeinde schon noch eine Rolle, denn sie bieten nach wie vor Vorteile: Lassen sie sich doch prima vorbereiten und mehrmals aufwärmen, was Hühner-Gemüse-Eintopf, Gulasch, Erbseneintopf ebenso wie Chili mit und ohne Fleisch sogar geschmacklich aufwertet, weil dann alle Zutaten gut durchziehen können.

Der Aufwand ist überschaubar,
die Kreativität kennt aber keine Grenzen

Die Sämigkeit und die Tatsache, dass sich die Aromen bestens verbinden, hat die moderne One-Pot-Pasta mit Großmutters klassischem Eintopf gemein, allerdings will man ja keine Suppe und so soll mit Garende der Nudeln keine Flüssigkeit übrig bleiben, weshalb die Zutaten richtig bemessen sein wollen. Das gilt auch für die Reisgerichte in Kombination mit Gemüse, Fleisch oder Fisch und aromatischen Gewürzen. Prinzipiell lassen sich One-Pot-Gerichte mit allen Getreidesorten, auch mit Weizengraupen, Bulgur oder Couscous zubereiten. Vegetarier wiederum schätzen Hülsenfrüchte als Eiweißlieferanten in ihrem Topf, etwa in Form von Blumenkohl-Linsencurry. Der Kreativität sind also keine Grenzen gesetzt, dem Aufwand unterdessen zum Glück schon.

Das gilt auch für einen weiteren Küchentrend, die Bowls. Hier wird ein bunter Mix aus mundgerecht geschnippelten Zutaten wie Getreide, Gemüse, Garnelen, Hühnchen gerne auch mal mit Obst in einer Schüssel (bowl) mit Dressing oder Gewürzen gemischt, die sich dann bequem leer löffeln lässt. Die Idee dazu stammt aus den USA. Die Bowls lassen sich sowohl würzig als auch süß anrichten, zum Frühstück, Mittag- oder Abendessen reichen und mit allen möglichen Zutaten aufpeppen. Bowls sind ebenfalls gut vorzubereiten. Wer sie ins Büro mitnehmen möchte, kann das Dressing in ein Schraubglas geben, dann die geschnippelten Zutaten darauf schichten, wobei feste Rohkost oder Hülsenfrüchte nach unten kommen, Blattsalate und -gemüse die oberste Schicht bilden. Im Büro wird der Inhalt der Schraubgläser dann in eine Schüssel gegeben und vermischt. Sollen Fleisch- oder Fischstücke in die Bowl kommen, müssen diese allerdings vorher gebraten werden. Auch manches Gemüse sollte man nur gedünstet verwenden.

Wer die schnelle Küche schätzt, wird außerdem auch an Pfannengerichten Gefallen finden. Sie sparen vor allem Zeit und Geschirr ein, wenn bei den Zutaten clever geplant wird, eignen sich dann aber auch für die Resteküche prima. Die Nudelpfanne ist nur dann ruckzuck auf dem Tisch, wenn vom Vortag noch Nudeln übrig sind. Das gilt auch für Kartoffelpfannen, während Gemüsepfannen mit Fleischstreifen, Speck oder Würstchen sich auch frisch schnell herstellen lassen. Lecker und sättigend sind dafür aber alle Pfannengerichte. Und wie Omas Eintöpfe lassen sie sich obendrein prima aufwärmen.

Auch Aufläufe passen grundsätzlich gut in die Kategorie zeitsparender Gerichte. Tipp für die Resteküche: Wenn geschnippelte Zutaten von Raclette oder Fondue übrig sind, können diese einfach in eine Auflaufform geschichtet und nach Belieben überbacken werden. (wig)

Weitere Themen, Tipps und Trends gibt es übrigens hier.

One Pot

Rezept-Ideen:
Schnelle Gerichte aus
Topf und Pfanne

One-Pot-Pasta mit Hähnchen
Zutaten (für vier Personen):
100 g getrocknete Softtomaten, 500 g Hähnchenfilet, 3 EL Olivenöl, Salz, Chiliflocken, getrockneter Oregano,
200 g Schlagsahne, 1 EL Hühnerbrühe (instant), 400 g kurze Nudeln, etwa
Penne, 1⁄2 Bund glatte Petersilie,
125 g Mozzarella 

Zubereitung
:
Tomaten halbieren. Fleisch waschen, trocken tupfen, würfeln. Öl in einer hohen Pfanne erhitzen. Fleisch rundherum anbraten. Tomaten kurz mitbraten. Mit Salz und je 1 TL Chili und Oregano würzen. Sahne und 1 l Wasser angießen, Brühe einrühren, aufkochen. Nudeln zufügen. Offen bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten köcheln. Ab und zu umrühren. Mozzarella würfeln. Etwa drei Minuten vor Ende der Garzeit unterheben. Nochmals abschmecken. Mit Petersilie bestreut anrichten.
(Quelle: lecker.de)
 

Vegetarische One-Pot-Spaghetti
Zutaten (für vier Personen):
1/2 Hokkaido-Kürbis (ca. 700 g), 2 Knoblauchzehen, 4 EL Olivenöl, 750 ml Gemüsebrühe, 400 g Vollkorn-Spaghetti,
100 g Gorgonzola-Käse, 100 g Schlagsahne, Salz, Pfeffer aus der Mühle, 1 Bund Basilikum

Zubereitung:
Kürbisfruchtfleisch würfeln. Knoblauch fein hacken. Öl in einem großen Topf erhitzen. Knoblauch unter Rühren farblos dünsten. Kürbis 1 bis 2 Minuten mitdünsten. Brühe angießen. Spaghetti halbieren, in die kochende Brühe geben. Zugedeckt etwa 8 Minuten köcheln lassen. Käse zerbröseln, mit Sahne vorsichtig unterrühren. Weitere 2 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Basilikum-Blättchen abzupfen, grob hacken und zu den Nudeln geben. One-Pot-Spaghetti anrichten.
(Quelle: chefkoch.de)  

Gemüsepfanne mit Schafskäse
Zutaten (für vier Portionen):
3 kleine schlanke Zucchini,
1 große gelbe Paprikaschote,
1 große rote Paprikaschote,
2 große weiße Zwiebeln,
1 frische junge Knoblauchknolle, 1 Zweig Thymian, 1 Zweig Rosmarin, 250 g bunte Kirschtomaten (rot, gelb und schwarz gemischt), 2 EL
Olivenöl, 50 ml mediterrane Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer aus der Mühle, 150 g Schafskäse (9 % Fett absolut)

Zubereitung:
Zucchini würfeln. Paprikaschoten in breite Streifen schneiden. Zwiebeln in schmale Streifen schneiden. Knoblauch-Knolle quer halbieren und in sehr dünne Scheiben schneiden. Thymian und Rosmarin fein hacken. Kirschtomaten halbieren. Zwiebeln und Knoblauch unter Rühren in Öl 1 bis 2 Minuten bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Paprikastreifen unter Wenden bei mittlerer Hitze 1 bis 2 Minuten mitgaren. Gemüsebrühe angießen.
Zucchini und Kräuter zufügen und weitere 2 bis 3 Minuten schmoren. Tomaten zugeben und weitere 2 bis 3 Minuten schmoren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sc
hafskäse darüber bröseln. 
(Quelle: 
eatsmarter.de)

 Kartoffelpfanne mit Garnelen
Zutaten (für zwei Personen):
400 g Pellkartoffeln, Salz, 1 rote Zwiebel, 125 g bunte Kirschtomaten, 25 g Sauerampfer, 8 Garnelen (ohne Kopf und Schale), Pfeffer, Chiliflocken, 2 EL Öl

Zubereitung:
Kartoffeln halbieren. Zwiebel in dünne Ringe schneiden. Kirschtomaten halbieren. Sauerampfer waschen, putzen und in sehr feine Streifen schneiden. Garnelen am Rücken längs einschneiden und die Därme entfernen, waschen, trocken tupfen, mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken würzen. 1 EL Öl, Garnelen von jeder Seite kurz braten. Aus der Pfanne nehmen. Kartoffelhälften und Zwiebelringe im restlichen Öl goldbraun braten. Kirschtomaten 1 weitere Minute mitbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Garnelen zu den Kartoffeln geben und erwärmen. Sauerampfer unter die Kartoffelpfanne mischen und sofort servieren.
(Quelle: 
eatsmarter.de)