Limonade: Selbst gemacht viel gesünder


Limonade

„Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limonade draus.“ Dieser Leitspruch für miese Zeiten kann durchaus aufheitern. Und Limonade selbst zu machen, hat sogar viele Vorteile: Man weiß genau, was drin ist, und kann Zucker sparen, was die hausgemachten Erfrischungsgetränke gesünder als die meisten handelsüblichen Alternativen macht. Denn viele der süßen Getränke mit Kohlensäure, die sich in den Getränkemärkten finden, weisen Eatsmarter.de zufolge einen Zuckergehalt von mindestens sieben Prozent auf. Beim Zuckeranteil gebe es vom Gesetz her keine Obergrenze, es könne also auch mehr sein. Auch müssen diese Limos – anders als die Etiketten oft suggerieren – nicht unbedingt echte Fruchtbestandteile enthalten. Nur bei Limonaden aus Zitrussäften ist ein Fruchtgehalt von mindestens drei Prozent vorgeschrieben. Der Geschmack kann ansonsten rein durch Aromazusätze hergestellt werden, chemisch erzeugte Zitronensäure sorgt für die säuerliche Note. Wer nun seine Limonade selbst herstellt, dabei auf frische Früchte setzt und den Zucker durch gesündere Süßungsmittel wie Honig, Ahornsirup, Agavendicksaft oder Kokosblütenzucker, Stevia, Birkenzucker und Co. ersetzt oder aufs notwendige Minimum verringert, hat eine gesunde Alternative zu zuckerreichen Softdrinks mit chemischen Aromen.

 Zitronensaft kann antioxidativ wirken

Bessergesundleben.de zählt allerlei Aspekte auf, die zum Beispiel hausgemachte Zitronenlimonade zum Fitmacher werden lassen: Dank ihrer Inhaltsstoffe wie Vitamin C, Betacarotin und Flavonoiden könne Zitronensaft antioxidativ, entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken. Auch beim Abnehmen könne die Zitrone helfen. Außerdem rege sie die Entgiftung des Körpers und die Reinigung der Harnwege an. Das Wasser in der hausgemachten Limo halte den Stoffwechsel auf Trab, könne unter anderem auch Verdauungsbeschwerden, Verstopfung und Kopfschmerzen vorbeugen. „In 200 epidemiologischen und klinischen Studien konnte gezeigt werden, dass man mit einer auf Obst und Gemüse basierenden Ernährung das Risiko für chronische Krankheiten halbieren kann. Zitrusfrüchte und selbst gemachte Zitronenlimonade können ebenfalls einen wichtigen Beitrag leisten“, heißt es zusammenfassend.

 Limonade kommt vielfältig daher

Nicht zuletzt macht das Experimentieren mit unterschiedlichen, gerne auch mal exotischen Zutaten, Freude und sorgt für jede Menge Abwechslung. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt: Beeren und andere Obstsorten können mit Kräutern wie Minze und Basilikum oder Tee kombiniert werden. Wer möchte, kann es auch mal komplett ohne Zusatz von Haushaltszucker versuchen, etwa wenn die Orangen oder andere Fruchtzugaben schon recht süß schmecken. Klassiker ist und bleibt allerdings die Zitronenlimonade: Das Wort Limonade leitet sich vom italienischen „Limonata“ (Zitronenwasser) ab. (wig)

Rezeptideen:
Hausgemachte Limonaden

Zitronenlimonade
Zutaten für 1 l: 150 ml frisch gepresster Zitronensaft (Saft von zwei Zitronen), 1 l Mineralwasser, Zitronenmelisse

Zubereitung: Alle Zutaten in einer großen Karaffe mischen und kühl stellen. Wem die zuckerfreie Zitronenlimo zu bitter schmeckt, der kann aus 500 ml Leitungswasser und 50 g Zucker (oder weniger) sowie einer Prise Salz einen Sirup kochen. Abkühlen lassen. Den Zitronensaft dazugeben, mit weiteren 500 ml gekühltem Leitungswasser oder Mineralwasser mit Kohlensäure aufgießen. Mit Zitronenmelisse verfeinern.

Heidelbeer-Minz-Limonade
Zutaten für 1/2 l: 250 g frische (oder gefrorene) Heidelbeeren, eine Handvoll Minzblätter, 100 ml frisch gepresster Zitronensaft (etwa 2 bis 3 Zitronen), etwa 20 g Zucker (oder weniger – wahlweise Zucker weglassen), 300 ml Wasser

Zubereitung: Heidelbeeren, Minze, Zitronensaft (und Zucker) im Mixer oder mit dem Stabmixer sämig rühren. Die Masse durch ein feinmaschiges Sieb drücken. Den Saft mit Wasser nach Geschmack mischen, umrühren und kalt servieren. Tipp: Die Heidelbeer-Masse, die im Sieb übrig geblieben ist, für Müsli oder Nachtisch verwenden.

Holunderblüten-Limonade
Zutaten für 8 Gläser zu je 250 ml:
4 Handvoll Holunderblüten, 2 Bio-Zitronen, 200 g Kokosblütenzucker

Zubereitung: Kokosblütenzucker mit zwei Liter Wasser unter Rühren aufkochen und auflösen, dann abkühlen lassen. Holunderblüten und Zitronenscheiben zugeben. Holunderblüten-Limonade mit kaltem Wasser oder Mineralwasser nach Geschmack aufgießen.

Brombeer-Limetten-Mate-Limonade
Zutaten für 6 Gläser zu je 400 ml:
20 g Mate-Tee, 8 EL Agavendicksaft, 250 g Brombeeren, 4 Bio-Limetten, 1 l kaltes Mineralwasser

Zubereitung: 500 ml Wasser aufkochen. Topf vom Herd ziehen, Tee und Agavendicksaft einrühren. Etwa acht Minuten ziehen lassen. Durch ein feines Sieb in eine Flasche gießen und auskühlen lassen. Brombeeren und in Stücken geschnittene Limetten in sechs Gläser füllen. Mit einem Stößel andrücken, mit Tee und Mineralwasser auffüllen.

Diese und weitere Limonadenrezepte finden sich unter www.eatsmarter.de, www.lecker.de und www.utopia.de (red)

Abwechslung im Glas: Brombeeren. (Foto: New Africa/stock.adobe.com)