Crowdfunding: „Wirte im Lockdown“ soll als Bildband erscheinen


Wirte

192 Porträts in 14 deutschen Städten, eine Reise von 5500 Kilometern durch die gesamte Republik – die Münchner Fotografin Helena Heilig hat mit ihrem Projekt „Wirte im Lockdown“ während der Corona-Pandemie Zeitgeschichte dokumentiert. Die schwarz-weiß Bilder von Gastwirten in ihren leeren Gaststätten und die von der Journalistin Susanne Fiedler dazu geführten Interviews sollen mit einem Bildband entsprechend gewürdigt werden. Das hochwertige Coffeetable Book soll im Eigenverlag erscheinen. Helena Heilig und ihr Team suchen jetzt nach Unterstützung für das Projekt. Mehr als 145 Supporter sind dem Aufruf beim Crowdfunding-Portal Start Next bereits gefolgt. Wenn die Kampagne das Startlevel von 18.000 Euro  bis 12. Juni erreicht, wird das rund 400 Seiten starke Buch in Druck gehen und voraussichtlich im August 2021 erscheinen.

„Wirte im Lockdown“ war zunächst auf München beschränkt

Im espresso-Interview hat Heilig bereits über den Blick durchs Schlüsselloch einer gebeutelten Branche gesprochen. Über Tristesse, Einsamkeit und Stillstand – aber auch den Willen der Gastronomen, die Pandemie irgendwie zu überstehen. Die ersten Porträts entstanden zunächst nur in ihrer Heimatstadt München. Eigentlich sollten diese Bilder nach dem ersten Lockdown in einer Ausstellung gezeigt werden. Doch daraus wurde nichts, da mit dem zweiten Lockdown das Leben erneut auf den Kopf gestellt wurde. 
Dennoch hat das Projekt „Wirte im Lockdown“ immer weitere Kreise gezogen. Mittlerweile sind Bilder unter anderem in Berlin, Frankfurt, Stuttgart, Leipzig, Dresden und in der Metropolregion Rhein-Neckar entstanden. Aktuell ist die Ausstellung „Wirte im (ersten) Lockdown“ für Juni 2021 geplant. 

Wirte im Lockdown

Die Crowdfunding-Kampagne läuft noch bis 12. Juni 2021

Mit dem Bildband möchte Helena Heilig den Gastronomen eine Stimme geben und gleichzeitig an eine unvergleichliche Zeit erinnern. Bislang haben 16 Leute bei dem Projekt mitgearbeitet – vom Projektmanagement bis zur Gestaltung. Das Crowdfunding soll dazu beitragen, auch das Team entsprechend zu entlohnen.

Diese und viele weitere Trends sind immer wieder ein Thema im Gastroguide espresso.