„Wer im Leben etwas erreichen möchte, muss hart dafür arbeiten“: Wer wie Tristan Brandt nach diesem Motto lebt, der schafft auch direkt nach der Kochausbildung den Einstieg in die Sternegastronomie. Namen wie Schwarz, Wohlfahrt, Klein, Cruz, Bau und Müller säumen den Weg des 33-Jährigen durch die Küchen der Welt. Heute ist Tristan Brandt Küchenchef des Zwei-Sterne-Restaurants Opus V sowie Geschäftsführer der ebenfalls im Mannheimer Engelhorn-Haus ansässigen Restaurants Le Corange, Dachgarten und Faces Lounge. Er ist in Mainz geboren und lebt seit 2011 in Mannheim.

Herr Brandt, in welchem Alter wussten Sie, dass „kochen“ einmal das sein wird, was Sie für Ihr Leben gerne machen möchten?
Als ich zwölf Jahre alt war, habe ich für den Geburtstag meiner Mutter gekocht, drei Gänge für zehn Leute. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, sodass ich mich auch im Schulpraktikum für die Küche entschieden habe. Anschließend habe ich meine Ausbildung im Land & Golfhotel in Stromberg absolviert. Und ab da fing alles an …

Finden Sie, als Geschäftsführer der Engelhorn Gastro GmbH und Küchenchef im Opus V, eigentlich noch die Zeit, auch mal ganz aus persönlichen Gründen essen zu gehen?
Leider ist die Zeit sehr knapp, sodass ich nicht wirklich oft essen gehe. Wenn ich mal Zeit finde, dann darf es gerne auch mal ein einfaches Restaurant sein. Und wenn ich wirklich viel Zeit habe, wie beispielsweise im Urlaub, dann besuche ich gerne das Restaurant von dem ein oder anderen Kollegen.

Haben Sie auch ein absolutes Lieblingsgericht?
Meine absolutes Lieblingsgericht ist Kalbsrahmgulasch mit Spätzle und Brokkoli. Das koche ich selbst sehr gerne und würde es mir mittags in einem Restaurant jederzeit bestellen.

Wann haben Sie zuletzt für Freunde gekocht? Und vor allem was?
Erst heute habe ich für den Geburtstag meiner Oma gekocht. Sie ist 90 Jahre alt geworden und hat sich ein Essen für die komplette Familie gewünscht. Es gab geschmorte Rinderroulade mit Parmaschinken, Ratatouille und Kartoffel-Gnocchi.

Gibt es in Ihrer Karriere so etwas wie „die größte Küchenkatastrophe“?
Bisher zum Glück noch nicht.

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