Alpenkrimi und Kochbuch: Jörg Maurer im Doppelpack


Alpenkrimi

Ausgrechnet an einem Dienstag schickt der 13. Alpenkrimi von Bestseller-Autor Jörg Maurer seinen eigenwilligen Kriminalkommissar Hubertus Jennerwein samt seinem Team um Kommissarin Nicole Schwattke, Polizeiobermeister Franz Hölleisen, Psychologin Dr. Maria Schmalfuß und Kriminaltechniker Hansjochen Becker an diesen höchste kulinarische Genüsse versprechenenden Ort. Dabei ist Dienstag eigentlich Ruhetag. Dann ist „Hubschmidt’s Lodge, Resort, Mushrooms and More“, so heißt das Sternerestaurant auf der Anhöhe mitten im Wald, geschlossen. Dann trifft sich im Gebäude einer ehemaligen Nervenheilanstalt, einem Irrenhaus wie man das dort nannte, nämlich ein exklusiver Laienkochclub namens „Le Treize Plats“. 

Natürlich ist das kein gewöhnlicher Ort, sondern wie immer ein Tatort! Denn in der Küche des Edel-Restaurants ist Schreckliches passiert. Gleich vier der dreizehn Mitglieder des Kochclubs „Die dreizehn Gänge“ wurden augenscheinlich dahin gemeuchelt. Und zwar auf mehr oder weniger ungewöhnliche Art und Weise: in der heißen Suppe ertränkt, mit einem Messer im Rücken, mit einer Bratpfanne erschlagen, offensichtlich mit einem Pilzgericht vergiftet. Böse gesagt: Beim Mörder war diesmal im wahrsten Sinne des Wortes „kreative Küche“ angesagt! Verdächtige – vom Problembären über den veganen Förster bis hin zum seltsamen Pilzmaler – und Mordmotive gibt es zuhauf, doch der Fall ist viel komplizierter als gedacht…

Spannende Kriminalgeschichten aus dem Alpenraum mit köstlichem schwarzen Humor, ein illustrer Figurenpark um Kommissar Jennewein, skurille Einfälle: Das sind die Zutaten der Alpenkrimis von Jörg Maurer. Schon mit „Föhnlage“, seinem 2009 erschienenen Romandebüt, avancierte Maurer zum Bestsellerautor.

Das Kochbuch ist ebenso unterhaltsam wie der neue Alpenkrimi

Auch in allen seinen weiteren Krimis ist immer wieder die Rede vom Essen. Da lag es dem im bayerischen Oberland, hart an der österreichischen Grenze geborenen 67-Jährigen nicht fern, diesmal, wo er tief in die Welt gusseiserner Pfannen und blitzender Filetiermesser eintaucht, die beschriebenen Genüsse (und noch einige Rezepte mehr) in einem unterhaltsamen Kochbuch zusammenzustellen. Die insgesamt „64 kriminell guten Rezepte“ sind aber nicht nur – schön mit Zutatenliste, Zubereitungszeit und Anrichtungstipps aufbereitet – in die Kategorien Vorspeisen & kleine Gerichte, Brotzeit, Salate, Suppen, Hauptgerichte, Desserts und Grundrezepte eingeteilt. Die einzelnen Kapitel sind so reichhaltig gefüllt wie die Weißwürste mit Zanderfüllung oder der Pfannkuchen mit Kerbel und Pilzen:  mit lustigen Anekdoten wie die Teestunde im Wiener Kafffeehaus, mit Geheimtipps für eine unvergleichliche Minestrone, mit Informativem wie etwa über Rinftln oder mit Textauszügen aus dem Alpenkrimi. Apropos Krimi: Wer am Rezept der goldglänzenden Bouillabaisse interessiert ist, in der das erste Mordopfer sein Leben ließ, während die Fischsuppe ungerührt auf kleiner Flamme weiterbrodelte: Das findet man auf den Seiten 64 bis 67. Guten Appetit! (cro)

 

Weitere Buch-Tipps gibt es übrigens hier.

 

Den letzten Gang
serviert der Tod“

von Jörg Maurer

Fischer Scherz Verlag, 2020

411 Seiten

16,99 Euro

Internetadresse:

Fischer Scherz Verlag

„Wer kocht, hat keine Zeit zu morden – 65 kriminell gute Rezepte“

von Jörg Maurer

Christian Verlag München, 2020

192 Seiten,
ca. 140 Abbildungen

19,99 Euro

Internetadresse:

Christian Verlag München